Nahwärmeverbund Kirchzarten Süd
Die Energie und Wasserversorgung Kirchzarten GmbH (ewk) versorgen seit 2011 in einem Nahwärmeverbund das Dreisambad, den Campingplatz sowie das Kurhaus Kirchzarten inkl. Nebengebäude. Seit 2020 wird auch das angrenzende Neubaugebiet „Wohnen am Kurpark“ mit Wärme beliefert. Der durchschnittliche Wärmeverbrauch des Nahwärmenetzes beträgt etwa 1.300 MWh/Jahr. Die Heizzentrale des Nahwärmeverbunds befindet sich auf dem Campingplatz mit insgesamt 3 BHKWs zu je 50 kWel und 100 kWth installierter Leistung. Der Gas-Spitzenlastkessel ist im Kurhaus untergebracht. Die gesamte Erzeugungsleistung Wärmenetzes beträgt 620 kWth.
Sämtliche Investitionen zur Errichtung und Erweiterung der Wärmeerzeugungsanalge des BHKW sowie die Konzeption, die Planung und das Projektmanagement liegen in unserer Gesamtverantwortung.
Ausbau Wärmenetz Kirchzarten Süd
Aktuell befinden wir uns in der konkreten Planung zur Umsetzung der notwendigen Dekarbonisierung des bestehenden Wärmenetzes, wie oben beschrieben.
Zudem haben die Anwohnerinnen und Anwohner der Dr.-Gremmelsbacher-Straße, der Dietenbacher Straße sowie von Teilen der Freiburger Straße die Möglichkeit, Teil der Wärmewende zu werden und sich an das Wärmenetz anzuschließen. Weitere Informationen finden Sie hier.
Wärme und Strom effizient kombiniert
Durch die gekoppelte Erzeugung von Wärme und Strom erreicht die Anlage einen Nutzungsgrad von rund 87 % der zugeführten Brennstoffenergie (Erdgas). Gegenüber einer getrennten Erzeugung von Wärme und Strom ergibt sich eine Primärenergieeinsparung von etwa 37 %. Zudem werden rechnerisch jährlich rund 102 Tonnen CO₂ eingespart.
Die Wärmenetzkunden des bestehenden Wärmenetz sind mit einem intelligenten Zähler ausgestattet. Mithilfe des auf dem Gebiet aufgebauten LoRaWAN-Funknetzes werden stündlich umfassende Energiedaten über ein Portal gesammelt und aufbereitet. Darüber hinaus entsteht durch eine digitale Vernetzung von Erzeugung und Verbrauch die Möglichkeit, die Vorlauftemperaturen im Netz genauer dem tatsächlichen Bedarf anzupassen und so Energieverluste zu vermeiden.

